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Kraftwerkstechnik, Band 1
Herausgeber
Michael Beckmann, Antonio Hurtado
Erscheinungsjahr
2009
ISBN
978-3-935317-42-9
Seiten
669
Ausstattung
Gebundene Ausgabe
Preis
45.00 €
Inhaltsverzeichnis
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Ausführliche Buchbeschreibung
Auf den Titelseiten der führenden Nachrichtenmagazine erobern Stichwörter:
Klimawandel, Krise in der Geschichte der menschlichen Zivilisation
und
Erneuerbare Energie
zunehmend die Schlagzeilen. Oftmals schafft eine neue Lösung gleich mehrere neue Probleme, für die kurze Zeit später gleich wieder mehrere Lösungen parat sind. Das Ganze ist zudem durch das Alles-oder-Nichts-Prinzip gekennzeichnet, man kann auch sagen Schwarz-Weiß-Denken, Abkehr von konventionellen Energieträgern, Zuwendung zu den erneuerbaren Energieträgern. Fragen wie zur Versorgung mit Grundlastenergie, Fluktuationen insbesondere von Solar- und Windenergie und die damit verbundenen Netzprobleme werden schnell mit Lösungen wie Elektroauto und intelligente Ladevorgänge beantwortet. Eine Abschätzung u.a. des dafür erforderlichen Kupferbedarfs macht schnell deutlich, dass aus dem Energieproblem ein Rohstoffproblem wird. Nichts gegen die Entwicklung und Erprobung neuer Lösungen, ganz im Gegenteil. Der Blick zurück zeigt, dass Ingenieure immer das Ziel der Effizienzsteigerung -- Verbesserung des Wirkungsgrades, Senkung von Emissionen, Verbesserung der Wirtschaftlichkeit -- angestrebt haben. So soll es auch in Zukunft bleiben. Es müssen parallele Wege beschritten werden, in der Technikentwicklung oftmals lange Zeit. Dementsprechend kommt die Internationale Energie-Agentur (IEA) im World Energy Outlook 2007 zu einem differenzierten Bild, in dem u.a. die fossilen Energieträger bis 2030 ihre dominierende Stellung behalten, der Beitrag der erneuerbaren Energien weltweit bis 2030 auf etwa 17 Prozent ausgebaut sein wird und eine erweiterte Nutzung der Kernenergie befürwortet wird.
Der Grundsatz lautet weiterhin Diversifikation. Ebenso bleibt das Ziel der Effizienzsteigerung durch wissenschaftlich-technische Entwicklungen bestehen. Wichtig sind Diskussionen zwischen Fachleuten aber auch der offene Dialog mit der Gesellschaft -- ideologiefrei.
Bewertungen über dringend zu lösende Menscheitsprobleme fallen unterschiedlich aus. Gemäß dem Kopenhagener Konsens von 2004, dem u.a. vier Nobelpreisträger angehörten, stehen auf der globalen Prioritätenliste für den Einsatz zusätzlicher Ressourcen Klimafragen an 15. Stelle, zuvor kommen Aufgaben im Zusammenhang mit Gesundheit, Ernährung, Wasser -- damit ergibt sich eine andere Wichtung als in unserer Wahrnehmung über eingangs zitierte Schlagzeilen.
Die Energie- und Kraftwerksbranche steht in der Öffentlichkeit. Naturwissenschaft und Technik unterliegen gesellschaftspolitischen und subjektiven Sichtweisen. Oft sind es Wissensdefizite die zu falschen Schlussfolgerungen oder undifferenzierten Bewertungen führen. Daher ist das KRAFTWERKSTECHNISCHE KOLLOQUIUM nicht nur für die Fachbranche selbst sondern auch für die Außenwirkung und gesellschaftliche Gestaltung eine wichtige Plattform.
Themenschwerpunkte dieses Bands 1 zum 41. KRAFTWERKSTECHNISCHEN KOLLOQUIUM sind:
• Strategien und Recht
• Energetische Nutzung von Biomasse
• Optimierung fossiler Dampfkraftprozesse
• Pilot- und Neubauprojekte
• Kernenergetische Systeme
• Oxyfuel- und Oxycoal-Prozesse
• Wirbelschichtsysteme für Trocknungs- und Verbrennungsprozesse
• Regenerative Energieträger
• Kraft-Wärme-Kopplung
• Messtechnik für Hochtemperaturprozesse
• Stabilität der Energieversorgungsnetze und
• Gasaufbereitung für CCS-Verfahren
Traditionell sind Autoren aus der Industrie in gleicher Weise wie aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Behörden beteiligt.
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